DAU - A Miba Group Company

Einbaurichtlinien für Wärmeleitrohre

  1. Es soll immer der größtmögliche Heatpipedurchmesser gewählt werden. Zu kleine Heatpipes bringen eventuell unzureichende Kühlwirkung.

  2. Bohrung für Heatpipe im Kern soll um 0,05mm größer gefertigt werden als die Heatpipe. Heatpipe wird immer mit Nennmaß 0 / - 0.10 angeliefert. Die innere Oberfläche der Bohrung muss glatt sein, d.h. nach dem Bohren nachbearbeitet werden.

  3. Die Kühllänge muss mindestens 25 % - 50 % der heißen Heatpipelänge im Kern betragen. Je größer die Kühllänge – umso besser der Kühleffekt.

  4. Die Heatpipe darf nicht gekürzt oder anderweitig mechanisch bearbeitet werden.

  5. Geben Sie eine kleine Menge INTERTHERM-95™ oder INTERBOND-85™ auf die Spitze des Wärmeleitrohres und führen Sie das Bauteil in die Kernbohrung ein, wobei Sie lediglich eine leichte Druckkraft anwenden (weniger als 1 kg), bis die Wärmeleitpaste über den Luftspalt in der Bohrung zurück herausgepresst wird. Eine gleichmäßige Verteilung des Wärmeleitmaterials erreicht man durch Stufenweise Rotation in beiden Richtungen um 360°. Ziehen Sie dabei das Wärmeleitrohr immer wieder leicht zurück. Dadurch wird die Wärmeleitpaste gleichmäßig zwischen Wärmeleitrohr und Bohrungsinnenwand verteilt. Stoßen Sie dann das Wärmeleitrohr zur Gänze in Endposition. Es ist unbedingt darauf zu  achten, dass die ganze Luft aus der Bohrung entweicht.

    Anmerkung: Der freie radiale Spalt wird von der thermischen Wärmeleitpaste INTERTHERM-95™ oder INTERBOND-85™ eingenommen, welche die Unregelmäßigkeiten der Oberflächen ausfüllt. Dieser dünne Film hat die Wärmeleitfähigkeit, die sich der des umgebenden Werkzeugstahls annähert, so dass es vom thermischen Aspekt praktisch so aussieht, als ob das Wärmeleitrohr eingegossen wäre. Enge Passlöcher sind zu vermeiden, da sie für gewöhnlich keine guten thermischen Verbindungen darstellen. Normalerweise wird bei enger Passung nur Punktkontakt an mehreren Stellen erreicht, was auch die gleichmäßige Ausbreitung der Wärmeleitpaste einschränkt.

  6. Falls die Bohrung aus irgendwelchen Gründen zu groß geworden ist – keine Hülse als Ausgleich verwenden – besser größere Heatpipe einsetzen.

  7. Wichtig ist das im Kühlbereich der Heatpipe eine turbulente Strömung erzeugt wird. Kühlwasser soll die Oberfläche der Heatpipe umströmen, um die vom Kern abgeführte Energie aufnehmen zu können. Nur ein Vorbeiströmen des Kühlwassers ist nicht ausreichend.


Schematische Darstellung mit Design Richtlinien